Hausnotruf für Senioren: Hilfe auf Knopfdruck

Hausnotrufe für Senioren – Hilfe nur einen Knopfdruck entfernt

Immer mehr Senioren in Deutschland leben allein zu Hause. Der Partner ist eventuell früher verstorben, doch das Leben in einer Pflegeeinrichtung kommt für viele nicht infrage. In den eigenen vier Wänden ist es doch am schönsten!

Darum sollten sich Bekannte und Angehörige frühzeitig darüber Gedanken machen, wie das Haus oder die Wohnung möglichst seniorengerecht gestaltet und eingerichtet werden kann, damit ein selbstbestimmtes Leben in gewohnter Umgebung weiterhin möglich ist.

Ein Hausnotruf ist hier essenzieller Bestandteil der Grundausstattung. Die Hilfe per Knopfdruck stellt sicher, dass im Notfall schnell Hilfe eintrifft. Sowohl der Senior als auch dessen Angehörigen können sich etwas mehr in Sicherheit wiegen.

Doch was ist ein Hausnotruf genau? Wie funktionieren Notrufsysteme? Welche Möglichkeiten und Anbieter gibt es und wie sieht es mit einer Finanzierung aus? All das und mehr erfahren Sie hier.

Was ist ein Hausnotruf?

In einigen Fällen haben pflegebedürftige Menschen keine Angehörigen in der Nähe, sodass sie weitestgehend auf sich alleine gestellt sind. Auch wenn der Senior von einem ambulanten Pflegedienst betreut wird, ist eine Rund-um-die-Uhr-Unterstützung in den eigenen vier Wänden nicht immer gewährleistet.

Tritt eine Ausnahmesituation ein und der Betroffene ist allein zu Hause, ist es ihm eventuell nicht mehr möglich, das Telefon zu erreichen oder eine Nummer zu wählen, um Hilfe zu rufen. In solchen Fällen kommt der Hausnotruf ins Spiel. Hausnotrufdienste werden deutschlandweit in rund 350 Städten angeboten und von etwa 900.000 Menschen genutzt.

Bei einem Hausnotruf handelt es sich um ein Notrufsystem, welches sofortige Hilfe auf Knopfdruck gewährleistet. Menschen mit besonderen Gesundheitsrisiken können von diesem Hausnotrufsystem sehr profitieren.

Nachdem der Notrufknopf - meist in Form einer Kette um den Hals - ausgelöst wurde, wird eine Verbindung zur Hausnotrufzentrale hergestellt. In der Regel verfügen diese über eine 24-Stunden-Erreichbarkeit, sodass der Betroffene im Notfall umgehend Kontakt mit einem der Mitarbeiter aufnehmen kann. Dieser kann anschließend die entsprechenden Hilfemaßnahmen einleiten.

Ein Hausnotruf bietet jedoch nicht nur schnelle Hilfe, sondern wiegt sowohl die Senioren selbst als auch die Angehörigen in Sicherheit. Das Wissen, dass im Notfall umgehende Unterstützung erfolgt, gibt tausenden Menschen im Alter ein gutes Gefühl.

Wann ist ein Hausnotruf sinnvoll?

Ob und wann die Einrichtung eines Hausnotrufs sinnvoll ist, hängt von den unterschiedlichsten Faktoren ab. Besonders ältere Menschen haben hohe Gesundheitsrisiken, jedoch kann ein Hausnotrufsystem auch für Menschen mit Behinderung sinnvoll sein. Sollte die betroffene Person alleine im Haushalt leben und besondere Angst davor haben, zu stürzen oder sich zu verletzen, kann die Installation eines Hausnotrufs Sicherheit bieten.

Darüber hinaus können regelmäßige Schwindel- und Schwächeanfälle, Kreislaufprobleme, Gleichgewichtsstörungen oder gar bereits erfolgte Stürze ein Anzeichen dafür sein, dass der Betroffene zusätzliche Hausnotruf-Hilfe benötigt.

Senioren können mit zunehmendem Alter eine Gehbehinderung entwickeln. Zudem können das Seh- und Hörvermögen drastisch abnehmen, was ebenfalls eine Gefahr darstellen kann.

Auch die Folgen einer größeren Operation können den Hilfebedürftigen im Alltag stark beeinträchtigen, sodass zusätzliche Sicherheit durch die Installation eines Hausnotrufs sinnvoll sein kann.

Besonders große Sorgen machen sich Angehörige um einen Pflegebedürftigen, wenn dieser bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten hat oder an einer chronischen Krankheit, wie Diabetes, Asthma, Epilepsie, Herz-Kreislauf-Störungen oder Hämophilie leidet.

All diese Faktoren können mögliche Gefahren darstellen, sodass eine Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit über einen Hausnotruf viele Vorteile für den Pflegebedürftigen und seine Angehörigen hat.

Vorteile auf einen Blick

Die Vorteile für einen Hausnotruf sind vielfältig. Die schnelle und unkomplizierte Bedienung kann Betroffenen mit Einschränkungen im Notfall schnell Hilfe verschaffen.

Ebenso können sich die Angehörigen mit dem Wissen, dass im Notfall umgehend ein Mitarbeiter der Hausnotrufzentrale zur Stelle ist, entspannen und müssen nicht ständig in Angst und Sorge leben - ebenso wie der Pflegebedürftige selbst.

Ein Hausnotruf kann das alltägliche Leben in den eigenen vier Wänden um einiges erleichtern und gewährleistet zudem, dass der Betroffene weiterhin ein selbstbestimmtes Leben führen kann und nicht zwangsläufig in eine Pflegeeinrichtung umsiedeln muss.

Darüber hinaus bietet ein Hausnotruf folgende Vorteile:

  • Ein Hausnotruf bietet Geborgenheit und Sicherheit für Sie und den Pflegebedürftigen.
  • Sie können längere Reisen vornehmen, ohne sich Sorgen machen zu müssen.
  • Ihr Alltag wird entspannter, da Sie nicht ständig erreichbar sein müssen.
  • Der Hausnotruf ist eine große Entlastung, wenn Sie nicht immer direkt zur Stelle sein können.
  • Die Hausnotrufzentrale hat eine 24-Stunden-Erreichbarkeit, sodass im Notfall stets Hilfe auf Knopfdruck zur Verfügung steht.
  • Können Sie das Telefon einmal nicht hören oder schlafen Sie gerade, kann durch den ausgelösten Notruf Hilfe bereitgestellt werden, die eventuell sogar lebensrettend sein kann.

Wie funktioniert der Hausnotruf?

Grundsätzlich funktionieren jegliche Notrufsysteme nach demselben Prinzip: Durch das Drücken der Alarmtaste wird ein Notruf ausgelöst.

Das Hausnotruf-System besteht dabei aus zwei Geräten:

  • Hausnotruf-Basisgerät (Freisprechanlage, Mikrofon, Lautsprecher und Notruftaste)
  • Funksender-Armband oder Kette

In der Regel handelt es sich hierbei um einen wasserdichten Funksender, der meist als Kette um den Hals oder als Armband getragen wird. Die Reichweite des Funksenders beträgt rund 50 Meter, sodass ein Notruf nicht nur aus allen Räumen der Wohnung möglich ist, sondern auch aus dem Garten oder dem Keller funktioniert.

Das hierfür erforderliche Notrufgerät mit Freisprecheinrichtung wird sowohl an die Telefondose als auch an das Stromnetz angeschlossen. Je nach gewähltem Hausnotruf-Service können Pflegebedürftige auch direkt mit Ihnen verbunden werden, sofern Sie Ihren Kontakt dort hinterlegt haben. Im Falle eines Stromausfalls sind alle Notrufgeräte in der Regel mit einem Akku ausgestattet, der das System zwischen 10 und 20 Stunden mit Strom versorgt. Lediglich, wenn der Router ausfällt, ist ein Einwählen nicht mehr möglich.

Einige Hausnotruf-Systeme sind sogar mit einer SIM-Karte ausgestattet, sodass der Notruf über das Mobilfunknetz weitergeleitet werden kann, sollten bei DSL- oder ISDN-Anschlüssen die Leitungen nicht funktionieren.

Wird nunmehr Hilfe per Knopfdruck angefordert, wird der Betroffene umgehend mit der Hausnotrufzentrale verbunden. Der Mitarbeiter der Notrufzentrale kann jegliche hinterlegte Daten des Hilfesuchenden auf seinem Bildschirm einsehen:

  • vollständiger Name des Senioren
  • Wohnanschrift und mögliche Zugänge zur Wohnung
  • mögliche Kontaktpersonen
  • Hausarzt
  • etwaige Vorerkrankungen
  • Medikamente
  • gesondert vereinbarte Hilfspläne

Für den Fall, dass sich der Betroffene zum Zeitpunkt des Notfalls nicht direkt in seiner Wohnung, sondern im Keller oder Garten befindet, findet parallel zum getätigten Hausnotruf eine Ortung per GPS statt. So kann der Hilfebedürftige genau lokalisiert und die optimale Hilfe schnellstmöglich bereitgestellt werden.

Sofern der Hilfesuchende ansprechbar ist, kann die optimale Hilfeleistung mit ihm besprochen werden. Ist dies jedoch nicht möglich, wird durch den Mitarbeiter der Hausnotrufzentrale umgehend der Rettungsdienst entsendet, sodass gegebenenfalls lebensrettende Maßnahmen schnellstmöglich eingeleitet werden können.

Selbstverständlich muss der Pflegebedürftige das Hausnotruf-Armband beziehungsweise die Funksender-Kette auch tatsächlich immer am Körper tragen. Da die meisten Hausnotruf-Funksender in der Regel wasserdicht sind, können sie auch beim Duschen, Baden oder Händewaschen getragen werden.

Mögliche Zusatzleistungen

Bei der Wahl eines geeigneten Hausnotrufdienstes sollten Sie auf folgende Grundleistungen achten:

  • Im Tarif ist die Aufstellung und Programmierung der Geräte enthalten.
  • Der Service umfasst eine vollständige Einweisung in das Hausnotruf-System.
  • Das Angebot beinhaltet die Reparatur von Mängeln.

Neben diesem Basistarif bieten viele Hausnotrufdienste darüber hinaus bestimmte Zusatzleistungen oder sogenannte Komforttarife an. Diese sind zwar mit zusätzlichen Kosten verbunden, können im Einzelfall jedoch durchaus sinnvoll und hilfreich sein.

hausnotruf infografik
  • 1. Schlüsselaufbewahrung in einem Tresor: Die Hinterlegung des Haus- oder Wohnungsschlüssels kann vor allem dann nützlich sein, wenn eine schnelle Handlungsfähigkeit im Notfall erforderlich ist. Ob der Schlüssel nun bei Ihnen, einem Bekannten oder Nachbarn des Angehörigen oder bei einem ambulanten Pflegedienst hinterlegt wird, ist dabei unerheblich und abhängig von den gegebenen Möglichkeiten. Auch die Anbringung eines Schlüsselkastens mit digitalem Schloss kann infrage kommen.
  • 2. "Mir-geht-es-gut-Taste": Sollten Sie sich vermehrt Sorgen um ihren pflegebedürftigen Verwandten machen, kann die sogenannte "Mir-geht-es-gut-Taste" mehr Sicherheit bieten. Hierfür muss der Senior sich einmal am Tag innerhalb eines bestimmten Zeitraums per Knopfdruck melden. Geschieht dies nicht, erkundigt sich die Hausnotrufzentrale umgehend bei ihm und löst gegebenenfalls einen Notruf aus.
  • 3. Kontaktmatten: Bei Inaktivität in der Wohnung löst ein Sender in den Matten einen Alarm aus.
  • 4. Sturzmelder und Fallsensoren: Sollte der Senior zu Hause stürzen, alarmiert der Fallsensor am Gürtel die Hausnotrufzentrale.
  • 5. Mobiler Hausnotruf: Verfügt Ihr Angehöriger nicht über einen Festnetzanschluss, kann ein mobiler Notruf über ein Seniorenhandy oder einen Sender installiert werden.
  • 6. Zweitgeräte: Müssen mehrere Etagen durch einen Hausnotruf gesichert werden, sind gegebenenfalls Zweitgeräte erforderlich.
  • 7. Verbindung zu Rauch-, Wasser- oder Temperaturmeldern
  • 8. Fahrdienste
  • 9. Essen auf Rädern
  • 10. Intelligente Notrufsysteme

Technische Voraussetzung und Installation

Für die Installation einer Hausnotruf-Anlage sind in der Regel lediglich ein Telefonanschluss (TAE NFN) sowie eine gängige 230 Volt-Steckdose erforderlich. Die Technik ist demnach kein großer Aufwand.

Darüber hinaus sollte der Kunde alternativ folgende technische Voraussetzungen erfüllen:

  • analoger Festnetzanschluss
  • Mobilrufanschluss (GSM-Modul)
  • Breitbandanschluss mit einem auf dem Internet basierenden Telefonservice (VoIP)

Diese Dinge müssen von Ihnen oder dem Pflegebedürftigen auf eigene Kosten installiert werden. In einigen Fällen ist die Einholung einer Genehmigung des Vermieters erforderlich.

Damit der Hausnotruf auch tatsächlich sicher arbeiten kann, ist ein analoger Festnetzanschluss maßgeblich. Sollte der Hausnotruf an eine internetbasierte Telefonanlage wie VoIP (Voice over IP) gekoppelt sein, kann die Nutzung des Hausnotruf-Services eingeschränkt sein. Einige Anbieter befürchten, dass das Sicherheitsrisiko in diesem Falle zu groß ist, da keine Zuverlässigkeit bezüglich der Verbindungsstabilität besteht.

Notrufsysteme im Vergleich

Es gibt unterschiedliche Hausnotruf-Systeme. Bevor Sie sich auf eine der vielen Varianten festlegen, müssen Sie zunächst wissen, was ein Hausnotrufdienst überhaupt können muss.

Wir verschaffen Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Funktionen und Leistungen:

  • Die Reaktionszeit bei einem Hausnotruf muss schnell sein. Innerhalb von 30 Sekunden sollte die Annahme der Notrufe erfolgen.
  • Für eine gute Kommunikation zwischen dem Hilfesuchenden und der Hausnotrufzentrale muss die Tonqualität des Notrufsystems einwandfrei sein.
  • Die Handhabung und Bedienung des Hausnotrufs sollte unkompliziert und verständlich sein.
  • Der Tragekomfort des Hausnotruf-Armbandes oder der Kette um den Hals sollte angenehm sein und nicht als störend empfunden werden.
  • Die Mitarbeiter der Hausnotrufzentrale sollten in der Lage sein, den Anrufer mit seinem vollständigen Namen anzusprechen. Außerdem sollte die persönliche Ansprache deutlich und verständlich sein.
  • Wurde ein Notruf abgesetzt, müssen die Mitarbeiter durch eine umfassende Nachfrage in der Lage sein, den Notfall des pflegebedürftigen Senioren genau zu bestimmen.

Fester Notrufanschluss

Ein fester Hausnotruf besteht aus dem klassischen Notrufsender und der Basisstation. Den Funksender kann der Senior stets am Körper tragen, sodass er innerhalb seiner Wohnung jederzeit einen Notruf absetzen kann. In der Regel hat der Funksender eine Reichweite von bis zu 50 Metern, sodass der Hilfebedürftige auch aus dem nahegelegenen Garten Kontakt zur Notrufzentrale aufbauen kann. Darüber hinaus können Sie beispielsweise als Kontaktperson hinterlegt werden, falls ihr Angehöriger einen Notfall per Knopfdruck meldet.

Durch die Freisprechanlage kann der Betroffene direkten Kontakt zu den Hausnotrufdiensten oder den Rettungsdiensten herstellen, was durchaus vorteilhaft ist. Zudem kann ein fester Notrufanschluss mit einigen zusätzlichen Leistungen und intelligenter Technik kombiniert werden, wie etwa einem Sturzsensor oder der "Mir-gehts-gut-Taste".

Nachteilig ist, dass der feste Hausnotruf tatsächlich nur innerhalb der eigenen vier Wände funktioniert und nicht etwa, wenn Ihr sturzgefährdeter oder beeinträchtigter Angehöriger unterwegs ist.

Mobile Notrufsysteme

Mobile Notrufsysteme können per Knopfdruck aktiviert werden. Darüber hinaus verfügen die meisten mobilen Notrufsysteme über ein modernes GPS-System, sodass im Notfall schnelle Hilfe an den richtigen Ort entsendet werden kann.

Darüber hinaus kann ein Sturzsensor integriert werden, sodass der Senior auch unterwegs geschützt ist und sichergehen kann, dass er im Notfall nicht auf sich allein gestellt ist. In der Kontaktliste können sowohl Angehörige als auch Pflegepersonal, ein Pflegedienst oder die Notrufzentrale hinterlegt werden.

Ein mobiles Notrufsystem eignet sich vor allem für Senioren und Menschen, die viel unterwegs sind. So wird eine dauerhaft hohe Sicherheit gewährleistet. Dies bietet nicht nur für Ihren Angehörigen eine gewisse Geborgenheit, sondern entlastet Sie auch von der ständigen Sorge, es könnte etwas geschehen.

Hausnotruf-App fürs Smartphone

Im Rahmen der Digitalisierung gibt es nunmehr auch immer mehr Hausnotruf-Anbieter, die verschiedene Hausnotruf-Apps für das Smartphone herausbringen.

Um festzustellen, ob die App das Passende für die Bedürfnisse Ihres pflegebedürftigen Angehörigen ist, sollten Sie sich die Beschreibungen und beinhalteten Leistungen der App genau durchlesen. Einige bieten die App kostenlos an, andere wiederum verlangen eine einmalige Gebühr.

Jede Hausnotruf-App hat die Funktion, einen Notruf per Knopfdruck auf dem Smartphone-Screen auszulösen. Per Textnachricht wird anschließend Kontakt zum Notrufwähler aufgenommen. Erfolgt keine Antwort, wird automatisch die hinterlegte Telefonnummer alarmiert. Hierfür muss die App allerdings geöffnet werden, was unter Umständen in einer Notfallsituation zu viel Zeit vergeuden würde.

Jedoch bestehen gravierende Unterschiede zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Hausnotruf-Apps, was das Leistungsspektrum betrifft.

Intelligente Notrufsysteme

Ein intelligentes Notrufsystem für Senioren wird auch als AAL (Ambient Assisted Living) bezeichnet. Es handelt sich hierbei um allgemeine Dienstleistungen und Produkte, die die Lebensqualität von Senioren oder Menschen mit Behinderungen erhöhen sollen.

Diese intelligenten Hausnotruf-Systeme wurden speziell für das Zuhause von Senioren entwickelt, um schnellstmöglich Hilfe im Notfall leisten zu können.

Hierzu gehören zum einen technische Elemente wie ein Bewegungsmelder, Sturzsensoren sowie Rauchmelder und Tür- sowie Fenstersensoren. Im intelligenten Notrufsystem sind darüber hinaus auch eine Smartphone-App sowie ein klassischer Hausnotruf enthalten.

Auch das soziale Umfeld wird durch automatisierte Berechtigungen und Hilfestellungen mit eingebunden, z. B. durch einen Pflegedienst oder Sie als pflegenden Angehörigen.

Dieser Hausnotruf eignet sich für Senioren, die allein in den eigenen vier Wänden leben und weder auf die zusätzliche Sicherheit noch die Geborgenheit verzichten wollen oder gar können. So können Ihre Angehörigen auch im Alter noch ein selbstbestimmtes und gewohntes Leben fortführen.

Anbieter im Überblick

Hausnotruf-Anbieter gibt es viele. Nun ist es daran, den richtigen für Ihre und die Bedürfnisse Ihres pflegebedürftigen Angehörigen zu finden.

Anbieter Einmalige Kosten ca. Monatliche Kosten ca.
Deutsches Rotes Kreuz 19 bis 30 Euro 24 bis 38 Euro
Malteser 50 Euro 53 Euro
Johanniter 49 Euro 25 bis 29 Euro
Arbeiter Samariter Bund 20 bis 60 Euro 41 bis 51 Euro
Caritas kostenlos 23 Euro

Wir stellen Ihnen die gängigsten Hausnotrufdienste vor.

Deutsches Rotes Kreuz (DRK)

Das Deutsche Rote Kreuz verfügt über einen vollumfänglichen Hausnotrufdienst. In einem Test überzeugte der Hausnotruf des DRK mit einer guten Bearbeitung der Notrufe sowie einer positiven Bewertung in den Bereichen Kundenservice, fachliche Beratung und Inbetriebnahme des Hausnotruf-Geräts. Jedoch soll der DRK-Hausnotruf deutliche Mängel in den AGBs und Verträgen aufweisen.

Der Anschluss des Hausnotrufdienstes ist kostenlos, die Grundleistung für Sie als Selbstzahler beträgt jedoch 23 Euro im Monat.

Weitere Kosten sind unter anderem:

  • 10 bis 20 Euro im Monat für die Schlüsselverwahrung
  • einmalige Kosten von 19 bis 30 Euro für den Schlüsseltresor
  • 5 bis 8 Euro im Monat für die Nutzung eines Hausnotrufgeräts mit Mobilfunkverbindung

Malteser

Bundesweiter Beliebtheit erfreut sich auch der Hausnotrufdienst von Malteser. Dieser soll ebenfalls schnell auf Notrufe reagieren und sowohl die fachliche Beratung als auch die Inbetriebnahme des Hausnotruf-Systems und der Funktionstest sollen befriedigend sein.

Allerdings sollen hier ebenfalls Mängel in den Verträgen und AGBs vorhanden sein. Zudem haben Kunden in der Vergangenheit bemängelt, dass der Kundenservice besser sein könnte.

Preislich liegt der Basistarif des Malteser Hilfsdienstes bei monatlich 25 Euro. Darüber hinaus müssen Sie hier mit folgenden Kosten rechnen:

  • 50 Euro einmalige Anschlusskosten
  • 50 Euro im Monat für die Schlüsselverwahrung ohne Schlüsselsafe
  • 3 Euro monatliche Kosten für die Nutzung eines Hausnotruf-Geräts mit Mobilfunkverbindung

Johanniter

Der angebotene Hausnotruf der Johanniter bietet wie alle anderen Anbieter einen Rund-um-die-Uhr-Service. Außerdem soll dieser einfach in der Handhabung und die Reaktionszeit bei einem Notruf gut sein.

Die Bereitstellung und Installation der erforderlichen Technik erfolgt gegen eine einmalige Gebühr von 49 Euro. Die monatlichen Kosten betragen zwischen 25 und 29 Euro.

Arbeiter Samariter Bund (ASB)

Der Hausnotruf des Arbeiter Samariter Bundes schneidet in einem Test der Stiftung Warentest mit der Gesamtnote "befriedigend" ab. Die Bearbeitungszeit der Notrufe soll gut sein, ebenso wie die fachliche Beratung. Mangelhaft sollen jedoch die Inbetriebnahme, der Kundenservice sowie die Verträge und AGBs sein.

Für die Bereitstellung und Installation des Systems entstehen einmalige Kosten in Höhe von 20 bis 60 Euro. Darüber hinaus hat der Hausnotruf des ASB folgende Preise:

  • 23 Euro Kosten im Monat für die Grundleistung
  • 15 bis 25 Euro monatlich für die Verwahrung der Hausschlüssel ohne Schlüsseltresor
  • 3 Euro monatliche Kosten für die Nutzung mit Mobilfunkverbindung

Caritas

Die Hausnotrufzentrale der Caritas ist rund um die Uhr erreichbar und verfügt über einen Hilfeknopf innerhalb der Wohnung für den Sprechkontakt mit einem der Mitarbeiter. Außerdem erfolgt eine ausführliche Einweisung im Zuge der Installation der Geräte.

Der Erstanschluss an den hauseigenen Telefon- oder Mobilfunkanschluss ist für Kunden kostenlos, jedoch beträgt die monatliche Miete 23 Euro.

Kosten für den Hausnotruf

Grundsätzlich variieren die Kosten der Bereitstellung und Installation des Hausnotrufs zwischen 10 und 50 Euro. Der Basistarif liegt in der Regel zwischen 20 und 25 Euro. Zusätzliche Leistungen wie die Schlüsselverwahrung oder besondere Sensoren können Sie als Kunden weitere 30 bis 50 Euro kosten.

Menschen mit geringfügigem Einkommen können durch das Sozialamt finanzielle Unterstützung erhalten. Darüber hinaus beteiligt sich auch die Pflegekasse bei dem Einrichten eines Hausnotrufsystems, sofern die hierfür maßgeblichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Kostenübernahme durch die Pflegekasse

Da der Hausnotruf ein offiziell anerkanntes Hilfsmittel im Alltag für Senioren darstellt, gewährt die Pflegekasse einen finanziellen Zuschuss für die Einrichtung des Hausnotrufsystems.

Die Bereitstellung und Installation erfolgt in diesem Fall durch einen Vertragspartner der Pflegekasse. Hierfür sollten Sie sich bereits im Vorfeld darüber informieren, mit welchem Leistungsanbieter die Pflegekasse zusammenarbeitet.

Gemäß § 40 Absatz 1 des Sozialgesetzbuches übernimmt die Pflegekasse die monatlichen Nutzungsgebühren mit 25,50 Euro, sofern die bestimmten Voraussetzungen hierfür vorliegen.

Voraussetzungen für die Kostenübernahme

Für die Kostenübernahme durch die Pflegekasse muss der Senior oder Pflegebedürftige mindestens den Pflegegrad 1 haben. Dieser kann bereits bei geringen Beeinträchtigungen im Alltag vorliegen. Dieser Pflegegrad kann bei der Pflegekasse beantragt werden und wird im Rahmen eines Gutachtens eingestuft.

Darüber hinaus muss der Pflegebedürftige allein oder teilweise allein wohnen sowie außerstande sein, mit dem normalen Telefon Hilfe zu rufen, damit die Einrichtung eines Hausnotrufs überhaupt als notwendig erachtet wird.

Antragstellung

Die Antragstellung für die Kostenübernahme durch die Pflegekasse kann bei der zuständigen Kasse beantragt werden. Hierfür gibt es ein vorgefertigtes Formular, welches entweder bei den Notrufanbietern oder bei der Pflegekasse direkt erhältlich ist.

Sind alle Voraussetzungen erfüllt, wird die Kostenübernahme gewährt.

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Katharina S.

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