Plattformlifte mieten: Wann lohnt es sich? Mit Preisliste

Wenn Sie vor der Entscheidung stehen einen Plattformlift zu mieten oder zu kaufen, gibt es verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Es gibt sowohl für die Miete als auch für den Kauf Vor- und Nachteile.

Preistabelle für Plattformlifte zur Miete

Bevor Sie sich über die Finanzierung Gedanken machen, sollten Sie sich über mögliche Zuschüsse und Förderungen informieren. Teilweise gibt es Zuschüsse von Krankenkassen von bis zu 4.000 Euro für einen Treppenlift. Mehr Informationen
* Bitte beachten Sie, dass es sich nur um eine ungefähre Preisangabe handelt. Für einen genauen Preis nutzen Sie bitte unsere Angebotsfunktion

Funktionsweise eines Plattformliftes

Angebote einholen

Bevor Sie sich für ein Modell entscheiden sollten Sie mehrere Angebote einholen und miteinander vergleichen. Hierfür können sie unser Angebotsformular nutzen, nachdem Sie dort Ihre ungefähren Vorstellungen angegeben haben werden Sie von zuverlässigen und seriösen Anbietern kontaktiert. Hierzu zählen beispielsweise:

  • HIRO
  • Thyssengrupp
  • Lifta
Plattformlifte mieten: Wann lohnt es sich mit Preisliste

Da es sich um ein individuelles Produkt handelt, ist es wichtig, dass die Hersteller sich im Vorfeld die Situation bei Ihnen vor Ort anschauen um den Plattformlift individuell planen zu können. Nach der Beratung erhalten Sie Ihr eigenes und individuelles Angebot. Da Sie normalerweise mehrere Angebote von verschiedenen Firmen erhalten, können Sie gut miteinander vergleichen, um das für Sie passende zu finden.

Angebote vergleichen - darauf sollten Sie achten

Das erste Entscheidungskriterium ist meist die Preisspanne zwischen den Angeboten, jedoch ist es wichtig bei Plattformliften nicht nur auf den Preis zu achten. Weitere Faktoren sind ebenfalls nicht zu unterschätzen und daher näher zu betrachten. Aufpassen sollten Sie:

  • Ob alle Kosten im monatlichen Mietpreis enthalten sind
  • Wie hoch die Anzahlung ausfällt
  • Mietdauer beachten

Wichtig ist es, die monatlichen Kosten, die Anzahlung und möglicherweise weitere aufkommende Kosten zusammenzurechnen. Nur so können Sie sich ein Urteil bilden und das günstigste Angebot finden. Ebenfalls sollten Sie mögliche Zuschüsse der Krankenkasse beachten, diese müssen Sie jedoch vor dem Kauf schriftlich beantragen, da nach dem Kaufabschluss keine Zuschüsse mehr genehmigt werden können. Oft ist der Kauf im Endeffekt die günstigere Variante. Beachten Sie außerdem, welche Zusatzleistungen eingeschlossen sind. Gibt es eine ordentliche Fachberatung? Ist der Kundenservice gut erreichbar und auch wirklich daran interessiert, Ihnen weiter zu helfen? Welchen Reparaturservice, Wartungsverträge und Garantien gibt es? Wichtig ist auch die Option, nach dem Mietzeitende den Vertrag verlängern zu können, um so flexibler zu sein. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass auch kurze Verträge von maximal 36 Monaten angeboten werden. Manchmal ist es sinnvoller, etwas mehr Geld auszugeben, dafür aber einen guten Service zu erhalten, bei dem mehr Leistungen eingeschlossen sind.

Treppenlifter Finanzierung

Ebenso muss auf den Mietzins geachtet werden. Sobald Sie Angebote vorliegen haben, sollten Sie sich die monatlichen Raten anschauen und diese genau miteinander vergleichen. Passen die monatlichen Raten in Ihr Budget oder könnte es knapp werden? Einmalzahlungen fallen zum Beispiel für die Schienen und den Einbau an und sind in der Regel gleich zu bezahlen. Dies kann einen hohen Posten ausmachen. Manche Anbieter bieten die Möglichkeit, bei Nichtinanspruchnahme den Vertrag vorzeitig zu kündigen. Falls Sie den Plattformlift nicht mehr benötigen, können Sie vorzeitig aus dem Vertrag aussteigen und brauchen keine monatlichen Zahlungen mehr zu leisten. Diese Option lassen sich einige Anbieter durch eine kleine Anhebung der Rate bezahlen.

Angebote für gebrauchte Plattformlifte vergleichen

Bei Angeboten für gebrauchte Plattformlifte verhält es sich ähnlich wie mit neuen Modellen. Beachten Sie, welche Leistungen eingeschlossen sind und ob es möglicherweise Zusatzkosten gibt. Interessant sind unter anderem:

  • Wartungsvertrag
  • Instandhaltungskosten
  • Garantie und Gewährleistung
  • Guter Kundenservice und Erreichbarkeit im Notfall

Qualitätseinbußen im Gegensatz zu einem neuen Modell gibt es normalerweise nicht, wenn Sie sich für einen gebrauchten Lift entscheiden. Allerdings ist es wichtig, genau hinzuschauen und zu vergleichen. Oft ist es sinnvoll, einige Euro mehr auszugeben und dafür einen besseren Service zu erhalten.

Preistabelle für gebrauchte Plattformlifte

Bevor Sie sich über die Finanzierung Gedanken machen, sollten Sie sich über mögliche Zuschüsse und Förderungen informieren. Teilweise gibt es Zuschüsse von Krankenkassen von bis zu 4.000 Euro für einen Treppenlift. Mehr Informationen
* Bitte beachten Sie, dass es sich nur um eine ungefähre Preisangabe handelt. Für einen genauen Preis nutzen Sie bitte unsere Angebotsfunktion

Wann bietet sich die Miete eines Plattformlifts an?

Der Kauf eines Plattformliftes ist oftmals mit hohen Kosten verbunden, deshalb bieten viele Hersteller ihre Produkte auch zur Miete an. Von mehreren Faktoren hängt es ab, welche Variante vorzuziehen ist. Wird der Lift nur für einen absehbar kurzen Zeitraum benötigt, ist die Miete eine günstige Alternative. Falls jedoch der Plattformlift lange benötigt wird, sollten Sie lieber über einen Kauf nachdenken, wobei es sich um einen neuen Treppenlift oder ein gebrauchtes Modell handeln kann. Diese Pro und Contras gibt es:

Vorteile Nachteile
Überschaubare Kosten pro Monat Bei langer Nutzung entstehen im Laufe der Jahre hohe Kosten
Nach Mietzeitende wird er wieder demontiert Anpassung des Schienensystems bringt oft Einmalzahlung mit sich
Für kurzfristigen Einsatz gute Lösung Wird der Lift vor Mietzeitende nicht mehr benötigt, muss dennoch über die ganze Vertragslaufzeit gezahlt werden

Erfahrungsgemäß lohnt sich die Miete eines Treppenlifts nur dann, wenn der Lift über einen relativ kurzen Zeitraum benötigt wird. Falls der Lift mehr als fünf Jahre benötigt wird, sollte lieber über einen Kauf nachgedacht werden. Ein gebrauchter Plattformlift ist ebenfalls sehr interessant und bietet sich als weitere Alternative an.

Eigentümer bleibt der Hersteller

Wenn Sie sich für das Mietmodell entscheiden, sollten sie bedenken das Sie nicht Eigentümer des Plattformlifts werden. Der Eigentümer bleibt der Anbieter und das für die komplette Zeit. Selbst bei einer sehr langen Mietdauer und auch dann, wenn der gesamte Mietpreis dem Preis eines neuen Lifts entsprechen würde. Über die Jahre werden oft große Mietsummen gezahlt, deshalb ist es sinnvoll auch einen Kauf auf Raten in Betracht zu ziehen. In diesem Fall gehört Ihnen nach dem Ratenkauf der Plattformlift komplett. Die monatlichen Kosten variieren und hängen von der Ausstattung ab. Einfache Modelle ohne besondere Extras gibt es unter Umständen ab 50 Euro monatlich. Doch meistens liegen die Beträge bei 100 oder 150 Euro. Es kann unter Umständen noch mehr werden, wenn besondere Extras gewünscht sind. Gehen wir von einem Mietpreis von 100 Euro monatlich aus, fallen 1.200 Euro jährlich an. Bei einer Laufzeit von drei Jahren kommen demzufolge 3.600 Euro zusammen. Kommt noch eine Anzahlung hinzu, ist der Betrag letztendlich recht hoch. Beim Ratenkauf würden zwar auch die hohen Kosten anfallen, dafür sind Sie nach Ablauf der Zahlungen Eigentümer des Modells und können dieses bei Bedarf sogar wieder verkaufen, um einen Teil des bezahlten Preises wieder zu erhalten.

Lifte für kurvige Treppen meistens nicht als Mietmodell

Ist Ihre Treppe kurvig kann es schwierig werden, einen Anbieter zu finden. Das kostspieligste Teil am Treppenlift ist das Schienensystem. Dieses System muss ganz speziell und somit individuell an die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden. Da es sich um eine Maßanfertigung handelt, die in der Regel in kein anderes Treppenhaus passt, ist ein Mietangebot für die meisten Anbieter weniger sinnvoll. Deshalb werden Treppenlifte für kurvige Treppenverläufe als Mietmodell nur sehr selten angeboten. Bei geraden Treppenverläufen hingegen, können die Schienensysteme mit diversen Abänderungen in anderen Treppenhäusern wiederverwendet werden.

Auf die Ausführung kommt es an

Nicht in jedem Treppenhaus kann ohne Probleme ein Plattformlift für Rollstuhlfahrer eingebaut werden. Der typische Plattformlift, der an einem Schienensystem geführt wird, ist von verschiedenen Herstellern als Mietvariante zu haben. Bei folgenden Modellen ist die Miete jedoch kaum möglich:

  • Deckengeführter Treppenlift
  • Senkrechtlift

Der deckengeführte Plattformlift ist speziell für enge Treppenhäuser und steile Treppenverläufe gedacht. Die meisten Rollstuhltypen werden mittels eines solchen Systems problemlos befördert. Das Schienensystem befindet sich an der Decke und ist maßgefertigt. Deshalb kann das System im Normalfall auch nicht an einem anderen Einsatzort ohne größere Umbauarbeiten installiert werden. Bei einem Senkrechtlift sind oft Umbaumaßnahmen wie Wanddurchbrüche und Installationsarbeiten eines Schachts notwendig. Durch diese Maßnahmen können erhöhte Kosten entstehen. Deshalb ist die Miete eines solchen Modells meistens nicht sinnvoll.

Gesetzliche Anforderungen für Treppenlifte

Die bauaufsichtlichen Anforderungen einiger Bundesländer verlangen für die Installation einer Liftanlage eine Baugenehmigung. Lassen Sie sich davon aber nicht abschrecken. Im Normalfall kümmert sich der Treppenlift-Anbieter darum, alle hierfür notwendigen Schritte in die Wege zu leiten. Dennoch sind einige bauliche Anforderungen zu beachten:

  • Die Mindestbreite der Treppenstufen in Privathaushalten muss 100cm betragen
  • Die Mindestbreite der Treppenstufen in öffentlichen Gebäuden muss 150cm betragen
  • Die Mindesthöhe der Wand neben der Treppe muss 100cm betragen
  • Der Mindestabstand zwischen der Treppe und der nächsten Tür muss 100cm betragen

Weitere Details über Platzbedarf und Einbaumaße erhalten Sie hier. Sowie Weitere Informationen über Mindestmaße hier.

Machbarkeits Schnelltest

Wo soll der Lift installiert werden?

Welchen Verlauf nimmt Ihre Treppe?

Wie breit ist Ihre Treppe?

Wie viele Etagen hat Ihre Treppe?

Zusätzlich muss gewährleistet sein, dass der Brandschutz durch den Treppenlift nicht beeinträchtigt wird und die Treppe auch weiterhin als Fluchtweg genutzt werden kann. Bei einem Vor-Ort-Termin werden die örtlichen Gegebenheiten umfassend vom Fachberater geprüft. Handelt es sich bei Ihrem Haus um eine Eigenimmobilie, betrifft die Entscheidung, sich einen Treppenlift zuzulegen, natürlich nur Sie allein. Leben Sie in einem Mietshaus, sieht die Sachlage schon ein wenig anders aus. In diesem Fall müssen Eigentümergemeinschaft und Vermieter informiert werden und dem Einbau eines Liftsystems zustimmen. Als Mieter haben Sie laut §554A Abs. 1 des BGB das Anrecht darauf, einen barrierefreien Zugang einzufordern. Allerdings sollte darauf hingewiesen werden, dass Sie als Mieter auch die Kosten für einen eventuellen Rückbau zu tragen haben, sollten Sie irgendwann wieder ausziehen. Desweiteren gibt es noch einige weitere Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen:

  • Die Treppe darf nur Privatwohnungen erschließen
  • Ein freiliegender Handlauf muss vorhanden sein
  • Um einen Missbrauch des Treppenlifts zu verhindern, muss eine Kindersicherung vorhanden sein
  • Im Falle einer Störung muss sich der Treppenlift mit der Hand bewegen lassen
  • Es dürfen nur nicht brennbare Materialien verwendet werden

Leasen oder kaufen besser als mieten?

Insgesamt gibt es also drei Finanzierungsvarianten für einen Plattformlift, kaufen, mieten oder leasen. Alle Varianten bieten Ihre Vor- und Nachteile. Wer den Lift über viele Jahre benötigt, ist mit einem Kauf am besten beraten. Leasing ist ebenfalls eine gute Variante, kann im Laufe der Zeit jedoch recht kostenintensiv werden. Benötigen Sie einen Treppenlift nur für kurze Zeit, bietet sich leasen oder mieten an. Sie sollten genau abwägen, was für Möglichkeiten Sie haben, und wie Ihre Vorstellungen sind. Der Vergleich der Konditionen und der weiteren Bedingungen der verschiedenen Finanzierungsvarianten ist sehr wichtig, wenn Sie sich für einen Plattformlift entscheiden.

Häufige Fragen zu Plattformliften

Ein Plattformlift ist ein Treppenlift für Rollstuhlfahrer. Er wird wie der Treppenlift entlang der Treppe geführt, benötigt aufgrund der Plattform allerdings mehr Platz als ein Sitz- oder Stehlift.
Ein Plattformlift kostet zwischen 9.000 und 17.000 Euro. Je länger und kurviger das Treppenhaus gestaltet ist, umso kostenintensiver wird das Transportmittel.
Hersteller und Vertriebspartner bieten Plattformlifte in der Regel mit Montage an. Außerdem gibt es Montageteams, die Ihnen bei Bedarf den Plattformlift montieren. Ein Selbsteinbau ist nur bei einfachen Treppen zu empfehlen.
Viele Plattformlift-Hersteller bieten die Option einer Ratenfinanzierung an. Alternativ ist eine Finanzierung über einen Kredit möglich. Krankenkassen übernehmen zusätzlich bis zu 4000 Euro vom Kaufpreis.
Ein Plattformlift funktioniert auf demselben Prinzip wie ein Treppenlift. Jedoch ist anstatt eines Sitzes eine Plattform montiert, da dieser Lift für Rollstuhlfahrer gedacht ist.
Die Tragfähigkeit von Plattformliften liegt deutlich über den normalen Sitzlift Modellen, da prinzipiell höhere Lasten zu tragen sind. Bis zu 300 kg können je nach Typ und Hersteller transportiert werden.
Um einen Plattformlift selbst einzubauen ist eine handwerklich versierte Person notwendig. Bei einer fehlerhaften Installation könnten sowohl Funktionalität als auch Sicherheit beeinträchtigt werden. Aufgrund der Komplexität dieses Lifttypes ist von einer Selbstmontage in den meisten Fällen abzusehen.
Die normale Nutzungsdauer beträgt 10 bis 15 Jahre. Eine fachgerechte Nutzung sowie regelmäßige Wartungen wirken sich positiv auf die Lebensdauer aus.
Die Lieferzeit hängt stark vom benötigten System, und der Situation vor Ort ab. Einfache Modelle für gerade Treppen können je nach Hersteller schon in rund zwei Wochen geliefert werden. Typen für kurvige Treppenverläufe hingegen benötigen meist einige Wochen, bis sie geliefert werden, da das Schienensystem zunächst angefertigt werden muss.
In einem Einfamilienhaus ist eine Baugenehmigung normalerweise nicht notwendig, es sei denn, es handelt sich um ein denkmalgeschütztes Haus. Soll in einem Mietshaus mit mehreren Parteien ein Plattformlift eingebaut werden, ist eine Genehmigung vom Vermieter notwendig. Außerdem müssen baurechtliche Vorschriften eingehalten werden. Beim zuständigen Bauamt erhalten Sie entsprechende Unterlagen und Infos zur Baugenehmigung.
Das Schienensystem muss zunächst entweder direkt auf den Treppenstufen oder an der Wand mit Schrauben befestigt werden. In den Schienen wird ein elektrisches Kabel zur Stromversorgung verlegt. Außerdem ist ein Kettensystem enthalten, das für die Bewegung der Plattform verantwortlich ist.

Kostenloses Angebot

Erfahrungsberichte von Kunden

Als mir Gedanke kam, meinen Eltern den Alltag in den eigenen vier Wänden erleichtern zu wollen, musste ich am Anfang sehr viel Überzeugungsarbeit leisten. Die beiden fühlten sich grundsätzlich noch zu jung und zu fit um ein Hilfsmittel wie einen Treppenlift als notwendig anzusehen. Trotzdem habe ich mich bei mehreren Anbietern über Treppenlifte informiert und mich ausgiebig mit dem Thema beschäftigt. Über einen Hersteller kam dann auch der Kontakt zu einem anderen älteren Paar zustande, bei denen wir uns deren Lift zuhause dann anschauen durften. Dort konnten meine Eltern einen Treppenlift nicht nur ausprobieren, sie hörten auch direkt aus erster Hand, wie viel Erleichterung, Selbstständigkeit und Komfort er mit sich bringt. Heute sind meine Eltern selbst im Besitz eines Treppenlifts und wollen nicht mehr darauf verzichten. Egal ob hoch in den ersten Stock oder runter in den Keller, die beiden kommen ohne Probleme alleine klar und können ihr Leben in ihrem vertrauten Umfeld weiter in vollen Zügen genießen. So kann ich meinen Eltern eine Hilfe sein, ohne dass ich jeden Tag bei ihnen vorbei schauen muss.
Ich denke, man kann nie früh genug damit anfangen, sich über die Zukunft Gedanken zu machen. Wir lieben unser Haus. Nicht nur, dass wir viele Erinnerungen damit verbinden und hier schon so viele glückliche Jahre verbracht haben. Wir schätzen die Lage, haben ein gutes Verhältnis zu unseren Nachbarn und genügend Platz um unseren Hobbys und Interessen nachzugehen. Im Moment fällt uns das Treppensteigen noch relativ leicht, doch es ist uns klar, dass sich das in den nächsten Jahren relativ schnell ändern kann. Da wir uns schon seit Jahren darüber nachdenken, uns im Alter einen Treppenlift zuzulegen, wenn die Stufen mal zur Herausforderung werden würden, vereinbarten wir einen unverbindlichen Beratungstermin bei einem Hersteller. Bei diesem hat uns der Fachmann genau erklärt, wie so ein Lift eingebaut wird und die Treppe abgemessen. Unsere Angst, dass unser doch ziemlich enges Treppenhaus ein Problem darstellen könnte, war unbegründet. Zwar mussten wir uns für ein spezielles Modell mit drehbarem Sitz entscheiden, das zwar etwas teurer war, sich aber für unsere engen Platzverhältnisse als beste Lösung entpuppte. Der Einbau ging dann ruck zuck und wir waren überrascht, wie wenig unsere Treppe dabei in Mitleidenschaft gezogen wurde. Unser neuer Lift kann sogar an drei verschiedenen Stellen geparkt werden, sodass er nicht unbedingt im Blickfeld ist, wenn wir das nicht möchten. Mittlerweile ist uns das jedoch gar nicht mehr so wichtig. Bisher war jeder Besucher genau so begeistert davon wie wir - die meisten wollen sogar selbst mal damit eine Runde drehen. Wir sind vollauf zufrieden und froh, dass wir uns für diese Lösung entschieden haben. So steht auch den nächsten Jahren in unserem Eigenheim nichts im Wege.
Gott sei Dank gehöre ich nicht zu den Patienten, die ständig auf einen Rollstuhl angewiesen sind, auch wenn sich das natürlich in den nächsten Jahren noch ändern kann. Im Großen und Ganzen komme ich noch gut zurecht, doch alltägliche Bewegungen fallen mir manchmal schwerer. Mir war klar, dass ein Wohnungsbau der einzige logische Schritt ist. Das bedeutete, dass wir Lösungen finden mussten, die mich dabei unterstützen, wenn meine Beine schwach werden, aber auch bei einem weiteren Krankheitsverlauf. Besonders betraf das die Treppe, die zum Schlaf- und Arbeitszimmer führt, weshalb wir uns für einen Treppenlift entschieden. Auch wenn die Entscheidung für dieses Hilfsmittel schnell getroffen war, blieb die Frage nach der Finanzierung, schließlich hatten wir uns eben erst unser Eigenheim gekauft und auf einmal zusätzliche Umbaukosten, die wir ursprünglich nicht einkalkuliert hatten. Hier war der Berater der Treppenliftfirma eine große Hilfe. Da ich über die Pflegestufe 1 verfüge, hat uns die Krankenkasse mit 2.500 Euro bezuschusst. Den Rest haben wir direkt über das Treppenliftunternehmen finanziert. Mittlerweile sind sechs Jahre vergangen und bin jeden Tag froh darüber, mich für den Treppenlift entschieden zu haben. Die meiste Zeit über bin ich zwar noch gut zu Fuß, aber bei einem akuten Schub kann das Treppensteigen nicht nur schwer sondern sogar unmöglich werden. Es erleichtert mir und meiner Frau das Leben enorm, da sie nicht ständig in meiner Nähe sein muss, um mir zu helfen.
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