Mindestmaße für den Einbau von Treppenliften

Ein Treppenlift ist ein Hilfsmittel für bewegungseingeschränkte Personen, welcher in den meisten Fällen im Nachhinein in ein Treppenhaus eingebaut wird. Normalerweise ist eine Treppe beziehungsweise ein Treppenhaus Teil des Rettungsweges und muss daher zugänglich sein. Ob Sanitäter, Feuerwehrleute oder andere Einsatzkräfte – keiner der Rettungskräfte darf durch den Lift bei einem Einsatz behindert werden. Die Anforderungen sind in den Bauordnungen der Länder festgehalten. Ebenfalls sind die Regeln in der Technischen Baubestimmung DIN 18065 enthalten und nachlesbar. Es kann passieren, dass der Einbau mit den Brandschutzverordnungen nicht vereinbar ist und daher nicht realisiert werden kann. Von den obersten Baubehörden der verschiedenen Bundesländer gibt es einzuhaltende Regeln und Mindestmaße für Treppenlifte welche im folgenden Absatz aufgeführt werden.

Treppenlift Maße

Treppen in Wohngebäude der baurechtlichen Gebäudeklassen 1 und 2 sowie Treppen innerhalb von Wohnungen sind von den nachfolgend zitierten Regelungen nicht betroffen.

Einbau von Treppenliften: Anforderungen an das Treppenhaus in bestehenden Gebäuden

Soll ein Sitzlift, Plattformlift oder Stehlift eingebaut werden, darf dieser prinzipiell die Funktion der Treppe nicht beeinflussen. Es müssen also Rettungsweg und Verkehrssicherheit immer ohne Hindernisse nutzbar und gegeben sein. Folgende Kriterien sind wichtig:

  • 1. Nur Wohnungen oder ähnlich genutzte Bereiche werden durch Treppe verbunden
  • 2. Mindestlaufbreite sollte 100 cm nicht wesentlich unterschreiten. Es gibt jedoch auch hinnehmbare Einschränkungen hinsichtlich des Lichtlaufprofils. Abweichungen des Lichtlaufprofils dürfen maximal bei 20 cm Breite und 50 cm Höhe liegen. Das ist aber nur akzeptabel, sofern es zu keiner Veränderung der Treppenlauflinie beziehungsweise des Gehbereichs kommt. Wichtig ist es außerdem, dass der Handlauf ganz normal genutzt werden kann.
  • 3. Falls es sich um eine mehrgeschossige Treppenanlage handelt, muss auf jedem Geschoss eine größere Plattform (Wartebereich) vorhanden sein, sofern die Restlaufbreite neben dem Treppenlift unter einer Breite von 60 cm liegt. Der Wartebereich auf den Geschossen ist dafür gedacht, dass bei Inbetriebnahme des Lifts eine begegnende Person auf der Ebene warten kann.
  • 4. Wird der Lift nicht verwendet, muss er sich mit hochgeklappter Sitzfläche in der entsprechenden Parkposition befinden. Die Restlaufbreite der Treppe muss bei mindestens 60 cm liegen, wenn er hochgeklappt ist.
  • 5. Kommt es zu einer Störung, sollte der Sitz ohne besondere Anstrengung per Hand in die Parkposition gebracht werden können.
  • 6. Eine Sicherung des Treppenlifts (beispielsweise abschließbare Variante) gegen eine missbräuchliche Nutzung muss vorhanden sein.
  • 7. Der Treppenlift muss überwiegend aus Materialen bestehen, die nicht brennbar sind.

Die DIN 18065 für Gebäudetreppen: Begriffe, Messregeln, Hauptmaße

Laut dieser Norm muss die nutzbare Laufbreite von baurechtlich notwendigen Treppen in Wohngebäuden mit bis zu zwei Wohnungen und innerhalb von Wohnungen min. 80 cm betragen. Bei Gebäuden im Allgemeinen beträgt die nutzbare Laufbreite von baurechtlich notwendigen Treppen min. 100 cm.

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Erfahrungsberichte von Kunden

Als mir Gedanke kam, meinen Eltern den Alltag in den eigenen vier Wänden erleichtern zu wollen, musste ich am Anfang sehr viel Überzeugungsarbeit leisten. Die beiden fühlten sich grundsätzlich noch zu jung und zu fit um ein Hilfsmittel wie einen Treppenlift als notwendig anzusehen. Trotzdem habe ich mich bei mehreren Anbietern über Treppenlifte informiert und mich ausgiebig mit dem Thema beschäftigt. Über einen Hersteller kam dann auch der Kontakt zu einem anderen älteren Paar zustande, bei denen wir uns deren Lift zuhause dann anschauen durften. Dort konnten meine Eltern einen Treppenlift nicht nur ausprobieren, sie hörten auch direkt aus erster Hand, wie viel Erleichterung, Selbstständigkeit und Komfort er mit sich bringt. Heute sind meine Eltern selbst im Besitz eines Treppenlifts und wollen nicht mehr darauf verzichten. Egal ob hoch in den ersten Stock oder runter in den Keller, die beiden kommen ohne Probleme alleine klar und können ihr Leben in ihrem vertrauten Umfeld weiter in vollen Zügen genießen. So kann ich meinen Eltern eine Hilfe sein, ohne dass ich jeden Tag bei ihnen vorbei schauen muss.
Ich denke, man kann nie früh genug damit anfangen, sich über die Zukunft Gedanken zu machen. Wir lieben unser Haus. Nicht nur, dass wir viele Erinnerungen damit verbinden und hier schon so viele glückliche Jahre verbracht haben. Wir schätzen die Lage, haben ein gutes Verhältnis zu unseren Nachbarn und genügend Platz um unseren Hobbys und Interessen nachzugehen. Im Moment fällt uns das Treppensteigen noch relativ leicht, doch es ist uns klar, dass sich das in den nächsten Jahren relativ schnell ändern kann. Da wir uns schon seit Jahren darüber nachdenken, uns im Alter einen Treppenlift zuzulegen, wenn die Stufen mal zur Herausforderung werden würden, vereinbarten wir einen unverbindlichen Beratungstermin bei einem Hersteller. Bei diesem hat uns der Fachmann genau erklärt, wie so ein Lift eingebaut wird und die Treppe abgemessen. Unsere Angst, dass unser doch ziemlich enges Treppenhaus ein Problem darstellen könnte, war unbegründet. Zwar mussten wir uns für ein spezielles Modell mit drehbarem Sitz entscheiden, das zwar etwas teurer war, sich aber für unsere engen Platzverhältnisse als beste Lösung entpuppte. Der Einbau ging dann ruck zuck und wir waren überrascht, wie wenig unsere Treppe dabei in Mitleidenschaft gezogen wurde. Unser neuer Lift kann sogar an drei verschiedenen Stellen geparkt werden, sodass er nicht unbedingt im Blickfeld ist, wenn wir das nicht möchten. Mittlerweile ist uns das jedoch gar nicht mehr so wichtig. Bisher war jeder Besucher genau so begeistert davon wie wir - die meisten wollen sogar selbst mal damit eine Runde drehen. Wir sind vollauf zufrieden und froh, dass wir uns für diese Lösung entschieden haben. So steht auch den nächsten Jahren in unserem Eigenheim nichts im Wege.
Gott sei Dank gehöre ich nicht zu den Patienten, die ständig auf einen Rollstuhl angewiesen sind, auch wenn sich das natürlich in den nächsten Jahren noch ändern kann. Im Großen und Ganzen komme ich noch gut zurecht, doch alltägliche Bewegungen fallen mir manchmal schwerer. Mir war klar, dass ein Wohnungsbau der einzige logische Schritt ist. Das bedeutete, dass wir Lösungen finden mussten, die mich dabei unterstützen, wenn meine Beine schwach werden, aber auch bei einem weiteren Krankheitsverlauf. Besonders betraf das die Treppe, die zum Schlaf- und Arbeitszimmer führt, weshalb wir uns für einen Treppenlift entschieden. Auch wenn die Entscheidung für dieses Hilfsmittel schnell getroffen war, blieb die Frage nach der Finanzierung, schließlich hatten wir uns eben erst unser Eigenheim gekauft und auf einmal zusätzliche Umbaukosten, die wir ursprünglich nicht einkalkuliert hatten. Hier war der Berater der Treppenliftfirma eine große Hilfe. Da ich über die Pflegestufe 1 verfüge, hat uns die Krankenkasse mit 2.500 Euro bezuschusst. Den Rest haben wir direkt über das Treppenliftunternehmen finanziert. Mittlerweile sind sechs Jahre vergangen und bin jeden Tag froh darüber, mich für den Treppenlift entschieden zu haben. Die meiste Zeit über bin ich zwar noch gut zu Fuß, aber bei einem akuten Schub kann das Treppensteigen nicht nur schwer sondern sogar unmöglich werden. Es erleichtert mir und meiner Frau das Leben enorm, da sie nicht ständig in meiner Nähe sein muss, um mir zu helfen.
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