Zuschüsse für Treppenlifte: Bis zu 4.000,- Euro einsparen

Ein Treppenlift ist eine hohe Investition, die von verschiedenen Trägern bezuschusst werden kann. Bis zu 4.000,- Euro können z.B. durch die Pflegekasse eingespart werden. Interessant sind hierbei verschiedene Förderungsmöglichkeiten. Sowohl von einzelnen Regionen als auch von der Bundesrepublik Deutschland und den Pflegeversicherungen gibt es weitere Förderungen. Ein Fachberater der Einrichtungen informiert Sie über die verschiedenen Förderungsmöglichkeiten in Ihrer Gegend.

Nicht nur die Länder, sondern auch die Pflegeversicherungen haben erkannt, dass ein Treppenlift viele Vorteile mit sich bringt und den betroffenen Personen ein selbstständiges Leben ermöglicht. Dank dieser Erkenntnis gibt es teilweise hohe Zuschüsse der Versicherungen und Länder. Zu den wichtigsten finanziellen Förderungsmöglichkeiten zählen:

  • Pflegekosten-Zuschuss durch die Pflegeversicherung
  • Zuschuss und günstige Darlehen durch die KfW für altersgerechte Umbauten
  • Steuerliche Geltendmachung für die Treppenlift-Anschaffung
  • Förderprogramme einzelner Regionen
  • Zuschüsse anderer Versicherungsträger

Die verschiedenen Fördermöglichkeiten und Zuschüsse sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Schließlich ist ein Treppenlift mit hohen Kosten verbunden. Was genau die einzelnen Programme beinhalten und was Sie beachten müssen, erläutern wir Ihnen hier.

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Die Pflegeversicherung: Wichtige Infos und Details

Treppenlifter Finanzierung

Von der gesetzlichen Pflegeversicherung gibt es einen Pflegekosten-Zuschuss. Dieser Pflegekosten-Zuschuss ist speziell für barrierefreie Umbauten gedacht. Er stellt eine finanzielle Hilfe für die Betroffenen dar. Einen solchen Zuschuss müssen Sie bei der Pflegekasse beantragen. Die Einstufung in einen Pflegegrad ist für die Gewährung eines Zuschusses Voraussetzung.

Mögliche Höhe des Pflegekosten-Zuschusses

Sofern ein Pflegegrad vorliegt, kann die Pflegeversicherung einen Kostenzuschuss von bis zu 4.000,- Euro gewähren. Die Zuschusshöhe gilt pro Person. Falls beispielsweise mehrere Personen in einem Haus leben, die auf einen Treppenlift angewiesen sind, könnten sich die Personen zusammentun und jeweils bis zu 4.000,- Euro von der Pflegeversicherung erhalten. Eine Gesamtförderung von maximal 16.000,- Euro ist pro Liftanlage möglich. Das bedeutet, dass sich insgesamt vier Personen mit einem Zuschuss von 4.000,- Euro an dem Aufzug beteiligten könnten, was den Eigenanteil natürlich stark sinken oder komplett wegfallen lässt.

Pflegekosten-Zuschuss vor Anschaffung beantragen

Den Zuschuss der Pflegekasse können alle bei der Pflegeversicherung beantragen, die über einen Pflegegrad verfügen. Die Beantragung muss vor der Anschaffung erfolgen. Allerdings gibt es keinerlei Rechtsanspruch auf die Förderung für den Treppenlift. Erfahrungsgemäß ist die Chance, dass der Antrag bewilligt wird, recht hoch. Sowohl für die Miete, den Kauf als auch für die Finanzierung kann es einen Zuschuss geben. Der Antrag muss bei der zuständigen Pflegeversicherung gestellt werden. Das kann bei Bedarf auch formlos passieren, die zuständige Pflegekasse schickt Ihnen anschließend das auszufüllende Formular zu.

Viele Vorteile durch das Pflegestärkungsgesetz

Seit Januar 2017 gibt es Änderungen im Pflegestärkungsgesetz. Das Pflegestärkungsgesetz II wurde neu gestaltet. Nun gibt es fünf Pflegegrade. Vor allem soll den Menschen, die den Alltag nicht mehr selbstständig bestreiten können, durch das neue Gesetz wesentlich mehr geholfen werden. Der medizinische Dienst hat die Aufgabe, die Situation zu beurteilen und die betroffenen Personen in einen Pflegegrad einzustufen. Dafür gibt es Kategorien und Punktesysteme, die exakt von den Stellen vorgegeben wurden. Durch das neue Gesetz profitieren Sie von:

  • Finanzieller und praktischer Unterstützung
  • Ausbau von Hilfsangeboten und Betreuungsangeboten
  • Erhöhung der Betreuungskräfte
  • Anspruch auf Betreuungsleistungen und Entlastungsleistungen
  • Zuschuss für barrierefreie Umbauten bis zu 4.000,- Euro

Zuschüsse und günstige Darlehen der KfW nutzen: Wichtige Details im Überblick

Neben dem Pflegekosten-Zuschuss gibt es noch weitere Zuschüsse und Vergünstigungen von der KfW. Viele wissen nicht, dass es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau interessante Zuschüsse und vergünstigte Darlehen gibt. Durch diese Möglichkeiten können Sie sich weitere Kosten einsparen und so noch günstiger an das nötige Hilfsmittel gelangen. Wir geben Ihnen hier einen Überblick über die wichtigsten Faktoren rund um den KfW-Zuschuss und zinsgünstige Kredite.

Höhe des KfW-Zuschusses

Von der KfW gibt es einen Zuschuss von bis zu 5.000 Euro. Der Zuschuss wird pro Wohneinheit gewährt. Zugrunde werden die Investitionskosten gelegt, die förderfähig sind. Insgesamt liegt der Prozentsatz des Zuschusses bei 10 Prozent. Allerdings kann es auch passieren, dass das Förderprogramm ausläuft oder die Fördermittel vom Bund aufgebraucht sind. Wichtig ist es, sich im Vorfeld zu informieren und einen Antrag rechtzeitig zu stellen.

Antrag des Zuschusses bei der KfW

Möchten Sie sich die 10 Prozent sichern, stellen Sie einen Antrag bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Um die Zuschüsse zu erhalten, muss der Antrag vor dem Beginn der Umbauarbeiten eingereicht werden.

Zuschuss für folgende Personen

Gibt es einen KfW-Zuschuss, können sich Privatleute einer eigenen Wohnimmobilie den Förderzuschuss mittels Antrag sichern. Auch Mieter und Wohnungsgenossenschaften haben die Möglichkeit, entsprechende Fördermittel zu erhalten, um das Gebäude barrierefrei umzugestalten. Auch die Ersterwerber einer Immobilie, die bereits altersgerecht umgebaut wurde, können sich einen Förderzuschuss sichern.

Zinsgünstige KfW-Darlehen in Anspruch nehmen

Von der Kreditanstalt für Wiederaufbau gibt es ein Darlehen mit besonders interessanten Konditionen. Die zinsgünstigen KfW-Darlehen gehören zu dem Programm „Altersgerecht Umbauen“, weshalb eine solche Investition gefördert wird.

Anspruch auf zinsgünstige KfW-Geldmittel

Die Darlehen sind speziell für Hausbesitzer, Vermieter, Mieter und Wohnungsgenossenschaften gedacht. Durch die günstigen Konditionen fallen im Gegensatz zu normalen Krediten wesentlich weniger Zinskosten an.

Darlehenshöhe der KfW

Wie hoch das Darlehen ausfällt, hängt letztendlich von den Kosten für den Treppenlift ab, die Maximalhöhe liegt bei 50.000 Euro. Bis zu 30 Jahre kann ein so geschlossener Kredit laufen. Normalerweise können Sie so einen Lift zu 100 Prozent finanzieren, was bedeutet, dass Sie keinen Eigenanteil aufbringen müssen.

Steuerliche Besonderheiten bei der Anschaffung eines Treppenlifts

Sie können sich nicht nur einen Pflegekosten-Zuschuss und zinsgünstige KfW-Kredite und Zuschüsse sichern. Auch steuerlich macht sich die Anschaffung eines Treppenlifts bemerkbar. Hier erfahren Sie alle wichtigen Faktoren rund um die steuerliche Absetzbarkeit des Lifts.

Steuerlich absetzbare Kosten

Die anfallenden Kosten für die Anschaffung des Treppenlifts können Sie immer bei der Steuererklärung ansetzen. Es gibt den Bereich „Außergewöhnliche Belastung“. In diesen Bereich gehören die Anschaffungskosten für einen Lift hinein. Alle Kosten, die aufgrund der Einschränkung nicht mehr zumutbar sind, gehören in diesen Bereich. Allerdings hängt es auch von dem Einkommen ab, ab welchem Betrag eine Investition als unzumutbar gilt.

Trotz Zuschuss der Pflegeversicherung steuerlicher Abzug möglich

Haben Sie einen Zuschuss von Ihrer Pflegeversicherung erhalten, können Sie dennoch die Kosten steuerlich absetzen. Letztendlich ist die Absetzbarkeit vom Einkommensverhältnis und dem Familienverhältnis abhängig.

Berechtigung für steuerliche Absetzbarkeit

Egal, ob es sich um Mieter oder Immobilienbesitzer handelt, alle haben die Möglichkeit, die Investition als außergewöhnliche Belastung unter dem entsprechenden Punkt bei der jährlichen Steuererklärung anzugeben.

Regionale Fördermöglichkeiten im Überblick

In einzelnen Bundesländern gibt es auch regionale Zuschüsse oder spezielle Darlehen. Unter anderem ist aktuell bekannt, dass in Bayern und Baden-Württemberg Fördermöglichkeiten angeboten werden. Auch in Hamburg, Hessen, Schleswig-Holstein, Brandenburg und in Mecklenburg-Vorpommern haben Sie die Möglichkeit auf regionale Fördermittel. Hannover und Mannheim bieten ebenfalls interessante Möglichkeiten in Form von Förderzuschüssen oder Darlehen an.

Zuschüsse anderer Versicherungsträger im Detail

Je nachdem, aus welchem Grund Sie auf ein solches Hilfsmittel angewiesen sind, können Sie möglicherweise von weiteren Instituten Zuschüsse erhalten. Sind Sie aufgrund eines Unfalls nicht mehr in der Lage, die Treppen ohne Hilfe zu bewältigen, könnte möglicherweise die Unfallversicherung frequentiert werden. Auch die Berufsgenossenschaft kann mit ins Boot geholt werden, wenn es sich um folgende Art von Unfällen und Krankheiten handelt, aufgrund dessen ihre Mobilität eingeschränkt ist:

  • Arbeitsunfall
  • Wegeunfall
  • Berufskrankheit

Falls es sich um Wehrdienstverletzungen oder Kriegsverletzungen handelt, gibt es folgende Anlaufstellen:

  • Hauptfürsorgestelle
  • Landeswohlfahrtsverband
  • Verband der Kriegsversehrten

Rechenbeispiel

Finanzierungsmöglichkeiten erfragen

Zum besseren Verständnis haben wir Ihnen einmal modellhaft die Finanzierung eines Treppenlifts aufgeführt. Die monatliche Rate ist stark davon abhängig, ob der Pflegkostenzuschuss in Höhe von 4.000 € eingerechnet werden kann oder nicht.

Mit Zuschuss Ohne Zuschuss
Gesamtkosten Treppenlift 10150 € 10150 €
Bereitstellungskosten oder Anzahlung (mind. 50%) 5075 € 5075 €
Pflegekostenzuschuss 4000 €
Rest-Eigenanteil (einmalig) 1075 € 5075 €
12 Monatsraten 89,58 € 422,91 €

Kostenloses Angebot

Erfahrungsberichte von Kunden

Als mir Gedanke kam, meinen Eltern den Alltag in den eigenen vier Wänden erleichtern zu wollen, musste ich am Anfang sehr viel Überzeugungsarbeit leisten. Die beiden fühlten sich grundsätzlich noch zu jung und zu fit um ein Hilfsmittel wie einen Treppenlift als notwendig anzusehen. Trotzdem habe ich mich bei mehreren Anbietern über Treppenlifte informiert und mich ausgiebig mit dem Thema beschäftigt. Über einen Hersteller kam dann auch der Kontakt zu einem anderen älteren Paar zustande, bei denen wir uns deren Lift zuhause dann anschauen durften. Dort konnten meine Eltern einen Treppenlift nicht nur ausprobieren, sie hörten auch direkt aus erster Hand, wie viel Erleichterung, Selbstständigkeit und Komfort er mit sich bringt. Heute sind meine Eltern selbst im Besitz eines Treppenlifts und wollen nicht mehr darauf verzichten. Egal ob hoch in den ersten Stock oder runter in den Keller, die beiden kommen ohne Probleme alleine klar und können ihr Leben in ihrem vertrauten Umfeld weiter in vollen Zügen genießen. So kann ich meinen Eltern eine Hilfe sein, ohne dass ich jeden Tag bei ihnen vorbei schauen muss.
Ich denke, man kann nie früh genug damit anfangen, sich über die Zukunft Gedanken zu machen. Wir lieben unser Haus. Nicht nur, dass wir viele Erinnerungen damit verbinden und hier schon so viele glückliche Jahre verbracht haben. Wir schätzen die Lage, haben ein gutes Verhältnis zu unseren Nachbarn und genügend Platz um unseren Hobbys und Interessen nachzugehen. Im Moment fällt uns das Treppensteigen noch relativ leicht, doch es ist uns klar, dass sich das in den nächsten Jahren relativ schnell ändern kann. Da wir uns schon seit Jahren darüber nachdenken, uns im Alter einen Treppenlift zuzulegen, wenn die Stufen mal zur Herausforderung werden würden, vereinbarten wir einen unverbindlichen Beratungstermin bei einem Hersteller. Bei diesem hat uns der Fachmann genau erklärt, wie so ein Lift eingebaut wird und die Treppe abgemessen. Unsere Angst, dass unser doch ziemlich enges Treppenhaus ein Problem darstellen könnte, war unbegründet. Zwar mussten wir uns für ein spezielles Modell mit drehbarem Sitz entscheiden, das zwar etwas teurer war, sich aber für unsere engen Platzverhältnisse als beste Lösung entpuppte. Der Einbau ging dann ruck zuck und wir waren überrascht, wie wenig unsere Treppe dabei in Mitleidenschaft gezogen wurde. Unser neuer Lift kann sogar an drei verschiedenen Stellen geparkt werden, sodass er nicht unbedingt im Blickfeld ist, wenn wir das nicht möchten. Mittlerweile ist uns das jedoch gar nicht mehr so wichtig. Bisher war jeder Besucher genau so begeistert davon wie wir - die meisten wollen sogar selbst mal damit eine Runde drehen. Wir sind vollauf zufrieden und froh, dass wir uns für diese Lösung entschieden haben. So steht auch den nächsten Jahren in unserem Eigenheim nichts im Wege.
Gott sei Dank gehöre ich nicht zu den Patienten, die ständig auf einen Rollstuhl angewiesen sind, auch wenn sich das natürlich in den nächsten Jahren noch ändern kann. Im Großen und Ganzen komme ich noch gut zurecht, doch alltägliche Bewegungen fallen mir manchmal schwerer. Mir war klar, dass ein Wohnungsbau der einzige logische Schritt ist. Das bedeutete, dass wir Lösungen finden mussten, die mich dabei unterstützen, wenn meine Beine schwach werden, aber auch bei einem weiteren Krankheitsverlauf. Besonders betraf das die Treppe, die zum Schlaf- und Arbeitszimmer führt, weshalb wir uns für einen Treppenlift entschieden. Auch wenn die Entscheidung für dieses Hilfsmittel schnell getroffen war, blieb die Frage nach der Finanzierung, schließlich hatten wir uns eben erst unser Eigenheim gekauft und auf einmal zusätzliche Umbaukosten, die wir ursprünglich nicht einkalkuliert hatten. Hier war der Berater der Treppenliftfirma eine große Hilfe. Da ich über die Pflegestufe 1 verfüge, hat uns die Krankenkasse mit 2.500 Euro bezuschusst. Den Rest haben wir direkt über das Treppenliftunternehmen finanziert. Mittlerweile sind sechs Jahre vergangen und bin jeden Tag froh darüber, mich für den Treppenlift entschieden zu haben. Die meiste Zeit über bin ich zwar noch gut zu Fuß, aber bei einem akuten Schub kann das Treppensteigen nicht nur schwer sondern sogar unmöglich werden. Es erleichtert mir und meiner Frau das Leben enorm, da sie nicht ständig in meiner Nähe sein muss, um mir zu helfen.
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