Treppenlift Funktionen - Welche Funktionen gibt es und welche sind Sinnvoll?

Menschen, die hinsichtlich der Bewegungen eingeschränkt sind und Treppen nicht mehr oder nur sehr schwer laufen können, werden über einen Treppenlift erfreut sein. Denn der Treppenlift hat die Aufgabe, Personen nach oben und nach unten zu bringen. Somit wird den Personen mit Bewegungseinschränkung ein Stück Mobilität und Flexibilität zurückgegeben. Sie sind nicht mehr auf fremde Hilfe angewiesen, um von der unteren Etage in das obere Stockwerk zu gelangen und zurück. Ein Treppenlift ist für die verschiedensten Altersklassen geeignet. Der Treppenschrägaufzug ist nicht zwangsläufig ein Seniorenprodukt, sondern stellt auch für jüngere Leute, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, ein gutes Hilfsmittel dar.

Verschiedene Bauweisen mit gleicher Funktion

Treppenlifte gibt es in verschiedenen Ausführungen, sodass Sie genau für Ihre Ansprüche und individuellen Wünsche einen passenden Lift auswählen können. Unabhängig von der Bauweise haben alle Treppenlifte die Funktion, Menschen sicher nach oben oder unten zu bewegen. Es gibt beispielsweise die folgenden Modelle:

  • Sitzlifte
  • Stehlifte
  • Treppenraupen
  • Rollstuhllifte
  • Außenlifte
  • Senkrechtlifte

Die verschiedenen Treppenlift-Modelle sollten mit allen wichtigen Sicherheitsfunktionen versehen sein. Zu den wichtigen Sicherheitsfunktionen zählen die Sicherheit-Stopp-Funktion und die Totmannschaltung. Der Lift ist mit einem Hebel versehen, der von der sich im Treppenlift befindlichen Person betätigt werden muss. Wird der Fahrhebel losgelassen, so wird direkt der Treppenlift dank der Totmannschaltung abgeschaltet. Die Sicherheit-Stopp-Funktion ist dafür da, im Falle eines Hindernisses auf der Strecke anzuhalten.

So funktioniert ein Treppenlift

So funktioniert ein Treppenlift

Treppenlifte sind sehr einfach gestrickte Hilfsmittel. Der Lift besteht aus einem Sitz, einer Schiene und der nötigen Technik, um angetrieben zu werden. Normalerweise wird ein Treppenschrägaufzug mit Schwachstrom angetrieben. Zusätzlich sollte ein Treppenlift über Akkus verfügen, damit auch bei Stromausfall die Mobilität erhalten bleibt. Es stellt im Falle eines Stromausfalls auch kein Problem dar, mit dem Treppenlift weiterzufahren. Mittels Hebel bewegen sich die Aufzüge nach oben oder unten.

Verschiedene Treppenlift-Funktionen für noch mehr Komfort

Es gibt ganz einfache Treppenlifte, die zu den Standardmodellen zählen und keinen erhöhten Komfort mit sich bringen. Diese Modelle zeichnen sich durch einen niedrigen Preis aus. Doch dafür müssen Nutzer auf besondere Extras verzichten. Möchten Sie etwas mehr Luxus erhalten, so müssen Sie tiefer in die Tasche greifen. Denn mit jedem Extra, das Sie sich wünschen, steigt auch der Preis. Etwas mehr Komfort ist allgemein immer besser. Das geht bereits bei dem Sitzkomfort los. Standardmodelle können unter Umständen ganz schön unbequem sein. Müssen vielleicht sogar mehrere Etagen überwunden werden, so kann es sehr unangenehm werden. Ein gut gepolsterter und bequemer Sitz sollte ausgewählt werden. Je nach Treppenlift-Hersteller und Modell sind Treppenlifte mit folgenden Funktionen versehen:

  • Drehfunktion
  • Hochklappfunktion
  • 4-Punkt-Sicherheitsgurt
  • Erhöhter Bedienfreundlichkeit
  • Beleuchtete und automatische Fußstütze
  • Integrierte Kommunikationsvorrichtung

Sicherlich müssen nicht alle Funktionen sein. Es ist aber auch so, dass diese genannten Funktionen viele Vorteile bieten. An Komfort soll es ja nicht fehlen. Vor allem ist es auch für die eigene Sicherheit und die der anderen Hausbewohner.

Treppenlifte mit Drehfunktion, Fußstütze und Hochklappfunktion

Die Drehfunktion des Sitzes ist eine sehr wichtige Funktion. Sitze sollten sich immer drehen lassen, um dem Passagier das leichtere Aufstehen zu ermöglichen. Standardmodelle sind meistens nur mit manuellen Drehfunktionen versehen. Luxusmodelle hingegen verfügen über eine automatische Drehfunktion. Zu einem Treppenlift zählt im Normalfall auch eine Fußstütze. Diese kann je nach Treppenschrägaufzug ebenfalls manuell oder automatisch hoch- oder heruntergeklappt werden. Einige Treppenlift-Hersteller bieten mittlerweile beleuchtete Fußstützen an. So werden Komfort und Sicherheit erhöht. Damit das Treppenhaus frei zugänglich ist, sollte der Treppenlift mit einer Hochklappfunktion versehen sein. So können die Sitzfläche, die Armlehnen und die Fußstütze hochgeklappt werden, um mehr Platz bei Nichtbenutzung zu gewähren. Für ein Plus an Sicherheit sorgt ein komfortabler 4-Punkt-Sicherheitsgurt. So kann der Passagier während der Beförderung nicht unfreiwillig aussteigen beziehungsweise herausfallen.

Gesetzliche Anforderungen für Treppenlifte

Die bauaufsichtlichen Anforderungen einiger Bundesländer verlangen für die Installation einer Liftanlage eine Baugenehmigung. Lassen Sie sich davon aber nicht abschrecken. Im Normalfall kümmert sich der Treppenlift-Anbieter darum, alle hierfür notwendigen Schritte in die Wege zu leiten. Dennoch sind einige bauliche Anforderungen zu beachten:

  • Die Mindestbreite der Treppenstufen in Privathaushalten muss 100cm betragen
  • Die Mindestbreite der Treppenstufen in öffentlichen Gebäuden muss 150cm betragen
  • Die Mindesthöhe der Wand neben der Treppe muss 100cm betragen
  • Der Mindestabstand zwischen der Treppe und der nächsten Tür muss 100cm betragen

Weitere Details über Platzbedarf und Einbaumaße erhalten Sie hier. Sowie Weitere Informationen über Mindestmaße hier.

Machbarkeits Schnelltest

Wo soll der Lift installiert werden?

Welchen Verlauf nimmt Ihre Treppe?

Wie breit ist Ihre Treppe?

Wie viele Etagen hat Ihre Treppe?

Zusätzlich muss gewährleistet sein, dass der Brandschutz durch den Treppenlift nicht beeinträchtigt wird und die Treppe auch weiterhin als Fluchtweg genutzt werden kann. Bei einem Vor-Ort-Termin werden die örtlichen Gegebenheiten umfassend vom Fachberater geprüft. Handelt es sich bei Ihrem Haus um eine Eigenimmobilie, betrifft die Entscheidung, sich einen Treppenlift zuzulegen, natürlich nur Sie allein. Leben Sie in einem Mietshaus, sieht die Sachlage schon ein wenig anders aus. In diesem Fall müssen Eigentümergemeinschaft und Vermieter informiert werden und dem Einbau eines Liftsystems zustimmen. Als Mieter haben Sie laut §554A Abs. 1 des BGB das Anrecht darauf, einen barrierefreien Zugang einzufordern. Allerdings sollte darauf hingewiesen werden, dass Sie als Mieter auch die Kosten für einen eventuellen Rückbau zu tragen haben, sollten Sie irgendwann wieder ausziehen. Desweiteren gibt es noch einige weitere Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen:

  • Die Treppe darf nur Privatwohnungen erschließen
  • Ein freiliegender Handlauf muss vorhanden sein
  • Um einen Missbrauch des Treppenlifts zu verhindern, muss eine Kindersicherung vorhanden sein
  • Im Falle einer Störung muss sich der Treppenlift mit der Hand bewegen lassen
  • Es dürfen nur nicht brennbare Materialien verwendet werden

Einfache Bedienung und weitere Extras genießen

Eine einfache Bedienung ist gerade für ältere Herrschaften besonders wichtig. Bewegt wird der Treppenlift mit einem Joystick, der sich gewöhnlich in der Armlehne befindet. Das Bedienelement kann bei guten Modellen sowohl rechts als auch links angebracht werden, sodass Rechts- und Linkshänder den Treppenlift problemlos bedienen können. Treppenlifte mit einem Plus an Komfort verfügen sogar über eine Fernbedienung. Mittels der Fernbedienung funktioniert die Beförderung im Treppenhaus auch von der Ferne aus. Besonders ängstliche Menschen können sich für einen Lift mit integrierter Kommunikationsvorrichtung entscheiden. Eine solche Kommunikationsvorrichtung ist mit einem Lautsprecher und einem Mikrofon versehen. Im Vorfeld wird eine Telefonnummer abgespeichert. Drückt der Passagier den entsprechenden Knopf, so wird automatisch die gespeicherte Nummer gewählt. Geht etwas schief, so kann sich die betroffene Person auf diese Art und Weise bemerkbar machen.

Standardfunktionen oder Extras – Was bietet sich an?

Standardfunktionen oder Extras

Es kann nun nicht allgemein gesagt werden, dass Sie unbedingt einen Treppenlift mit vielen Extras bestellen sollten. Schließlich kann es ja auch sein, dass Ihnen ein ganz einfacher Lift ausreicht, der Sie ohne Highlights in die obere oder untere Etage bringt. Das liegt ganz bei Ihnen, ob Sie sich für ein Standardmodell oder einen ganz individuellen Treppenlift entscheiden. Preislich wirkt es sich natürlich aus, ob Sie einen vollautomatischen Treppenschrägaufzug oder einen Lift mit manuellen Funktionen bestellen. Sie sollten im Vorfeld genau abwägen, was Ihnen genau wichtig ist. Diese Vor- und Nachteile bringen die Modelle mit sich:

Vorteile Nachteile
Standardmodell
  • Günstiger Preis
  • Keine besonderen Extras, die kaputtgehen könnten
  • Kein erhöhter Komfort
  • Keine zusätzliche Sicherheit
Sondermodell
  • Plus an Komfort und Sicherheit
  • Individuell und ganz nach Wunsch
  • Kosten
  • Nicht alle Funktionen unbedingt nötig

Hauptsächlich ist es auch eine Kostenfrage, ob Sie sich für erhöhten Komfort entscheiden oder es lieber doch bei einem Treppenlift in Standardvariante belassen. Sinnvoll wäre es, vor der Bestellung verschiedene Treppenlifte auszuprobieren. So können Sie sich mit den Funktionen vertraut machen und überlegen, ob Ihnen der erhöhte Komfort das Geld wert ist. Eventuell können Sie den Treppenlift mit den Extras auch in Raten bezahlen, wenn Sie den Gesamtpreis am Stück nicht bezahlen können. Komfortable Modelle sind doch meistens vorzuziehen. Gerade dann, wenn der Treppenlift öfters in Funktion kommen soll, ist ein bequemes Ein- und Aussteigen wichtig. Auch die automatischen Funktionen stellen sich als sehr dienlich heraus. Es ist schon etwas Anderes, einen individuellen Treppenschrägaufzug nach eigenen Wünschen und Vorstellungen zu erhalten, als ein Modell von der Stange.

Treppenlift mit vielen Funktionen – Alle nötig?

Ob nun alle Treppenlifter-Funktionen nötig sind, darüber lässt sich streiten. Eine beleuchtete Fußstütze ist beispielsweise ein Extra, was nicht unbedingt notwendig ist. Darauf kann meistens verzichtet werden. Normalerweise fährt man bei Helligkeit die Treppe hinauf oder hinab. Die Steuerung über eine Fernbedienung muss ebenfalls nicht unbedingt sein. Eigentlich reicht es aus, mit dem Joystick den Treppenlift zu bedienen. Sie sollten sich außerdem überlegen, ob Sitz, Armlehnen und Fußstütze automatisch funktionieren sollen. Es erleichtert das Ganze schon. Aber ob es unbedingt nötig ist, müssen Sie für sich selber entscheiden. Letztendlich kommt es auch auf die eigene Beweglichkeit an. Vielleicht fällt das Bücken besonders schwer oder es wird während des Herunterbeugens schnell schwindelig. Da wäre es schon von Vorteil, wenn der Treppenlift diesbezüglich über eine Automatik verfügt. So wird der Sitz ohne weiteres Zutun eingeklappt. Eine Aussage über unverzichtbare und verzichtbare Extras zu verbreiten, gestaltet sich doch sehr schwierig, da es doch von den eigenen Ansprüchen und Bedürfnissen abhängt. Manche Leute nutzen den Lift zweimal am Tag. Da würde sicherlich auch ein Standardmodell ausreichen. Doch wer den Treppenlift oft nutzen möchte, der ist dann doch mit einem Treppenschrägaufzug mit besonderen Extras besser beraten.

Preistabelle für neue Sitzlifte

Bevor Sie sich über die Finanzierung Gedanken machen, sollten Sie sich über mögliche Zuschüsse und Förderungen informieren. Teilweise gibt es Zuschüsse von Krankenkassen von bis zu 4.000 Euro für einen Treppenlift. Mehr Informationen
* Bitte beachten Sie, dass es sich nur um eine ungefähre Preisangabe handelt. Für einen genauen Preis nutzen Sie bitte unsere Angebotsfunktion

Funktionsweise eines Sitzliftes

Preistabelle für gebrauchte Sitzlifte

Bevor Sie sich über die Finanzierung Gedanken machen, sollten Sie sich über mögliche Zuschüsse und Förderungen informieren. Teilweise gibt es Zuschüsse von Krankenkassen von bis zu 4.000 Euro für einen Treppenlift. Mehr Informationen
* Bitte beachten Sie, dass es sich nur um eine ungefähre Preisangabe handelt. Für einen genauen Preis nutzen Sie bitte unsere Angebotsfunktion

Preistabelle für Sitzlifte zur Miete

Bevor Sie sich über die Finanzierung Gedanken machen, sollten Sie sich über mögliche Zuschüsse und Förderungen informieren. Teilweise gibt es Zuschüsse von Krankenkassen von bis zu 4.000 Euro für einen Treppenlift. Mehr Informationen
* Bitte beachten Sie, dass es sich nur um eine ungefähre Preisangabe handelt. Für einen genauen Preis nutzen Sie bitte unsere Angebotsfunktion

Häufige Fragen zu Sitzliften

Der Sitzlift ist ein Treppenschrägaufzug, der als Transportmittel für Personen gedacht ist, die nicht mehr aus eigener Kraft die Treppen überwinden können. Dieser Lift wird entlang der Treppe geführt und benötigt nur wenig Platz.
Ein Sitzlift kostet je nach Ausstattung, Länge, Treppenverlauf bis zu 15.000 Euro. Einfache Modelle beginnen bereits bei ungefähr 4.500 Euro.
Sitzlifte werden von den jeweiligen Herstellern geliefert und montiert. Alternativ ist es möglich, sich von Montagefirmen ein separates Angebot für die Montage unterbreiten zu lassen. Je nach Modell ist es auch möglich den Lift selbst zu installieren.
Viele Sitzlift-Hersteller bieten die Option einer Ratenfinanzierung an. Alternativ ist eine Finanzierung über einen Kredit möglich. Krankenkassen übernehmen zusätzlich bis zu 4000 Euro vom Kaufpreis.
Ein Sitzlift wird entlang der Treppe geführt. Der Sitz- oder Stehlift benötigt ein Schienensystem, an dem der Sitz oder die Stehplattform mittels Motor entlang des Treppenverlaufes hinauf- oder hinabgeführt wird.
Die Tragfähigkeit eines Sitzlifts ist anbieterabhängig. Die meisten Sitzlifte verfügen über eine Tragfähigkeit von bis zu 120 kg in der Standardausführung. Spezielle Versionen können bis 160 kg Traglast bewältigen.
Um einen Sitzlift selbst einzubauen ist eine handwerklich versierte Person notwendig. Bei einer fehlerhaften Installation könnten sowohl Funktionalität als auch Sicherheit beeinträchtigt werden.
Die normale Nutzungsdauer beträgt 10 bis 15 Jahre. Eine fachgerechte Nutzung sowie regelmäßige Wartungen wirken sich positiv auf die Lebensdauer aus.
Die Lieferzeit hängt stark vom benötigten System, und der Situation vor Ort ab. Einfache Modelle für gerade Treppen können je nach Hersteller schon in rund zwei Wochen geliefert werden. Typen für kurvige Treppenverläufe hingegen benötigen meist einige Wochen, bis sie geliefert werden, da das Schienensystem zunächst angefertigt werden muss.
In einem Einfamilienhaus ist eine Baugenehmigung normalerweise nicht notwendig, es sei denn, es handelt sich um ein denkmalgeschütztes Haus. Soll in einem Mietshaus mit mehreren Parteien ein Sitzlift eingebaut werden, ist eine Genehmigung vom Vermieter notwendig. Außerdem müssen baurechtliche Vorschriften eingehalten werden. Beim zuständigen Bauamt erhalten Sie entsprechende Unterlagen und Infos zur Baugenehmigung.
Das Schienensystem muss zunächst entweder direkt auf den Treppenstufen oder an der Wand mit Schrauben befestigt werden. In den Schienen wird ein elektrisches Kabel zur Stromversorgung verlegt. Außerdem ist ein Kettensystem enthalten, das für die Bewegung des Sitzes verantwortlich ist.

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Erfahrungsberichte von Kunden

Als mir Gedanke kam, meinen Eltern den Alltag in den eigenen vier Wänden erleichtern zu wollen, musste ich am Anfang sehr viel Überzeugungsarbeit leisten. Die beiden fühlten sich grundsätzlich noch zu jung und zu fit um ein Hilfsmittel wie einen Treppenlift als notwendig anzusehen. Trotzdem habe ich mich bei mehreren Anbietern über Treppenlifte informiert und mich ausgiebig mit dem Thema beschäftigt. Über einen Hersteller kam dann auch der Kontakt zu einem anderen älteren Paar zustande, bei denen wir uns deren Lift zuhause dann anschauen durften. Dort konnten meine Eltern einen Treppenlift nicht nur ausprobieren, sie hörten auch direkt aus erster Hand, wie viel Erleichterung, Selbstständigkeit und Komfort er mit sich bringt. Heute sind meine Eltern selbst im Besitz eines Treppenlifts und wollen nicht mehr darauf verzichten. Egal ob hoch in den ersten Stock oder runter in den Keller, die beiden kommen ohne Probleme alleine klar und können ihr Leben in ihrem vertrauten Umfeld weiter in vollen Zügen genießen. So kann ich meinen Eltern eine Hilfe sein, ohne dass ich jeden Tag bei ihnen vorbei schauen muss.
Ich denke, man kann nie früh genug damit anfangen, sich über die Zukunft Gedanken zu machen. Wir lieben unser Haus. Nicht nur, dass wir viele Erinnerungen damit verbinden und hier schon so viele glückliche Jahre verbracht haben. Wir schätzen die Lage, haben ein gutes Verhältnis zu unseren Nachbarn und genügend Platz um unseren Hobbys und Interessen nachzugehen. Im Moment fällt uns das Treppensteigen noch relativ leicht, doch es ist uns klar, dass sich das in den nächsten Jahren relativ schnell ändern kann. Da wir uns schon seit Jahren darüber nachdenken, uns im Alter einen Treppenlift zuzulegen, wenn die Stufen mal zur Herausforderung werden würden, vereinbarten wir einen unverbindlichen Beratungstermin bei einem Hersteller. Bei diesem hat uns der Fachmann genau erklärt, wie so ein Lift eingebaut wird und die Treppe abgemessen. Unsere Angst, dass unser doch ziemlich enges Treppenhaus ein Problem darstellen könnte, war unbegründet. Zwar mussten wir uns für ein spezielles Modell mit drehbarem Sitz entscheiden, das zwar etwas teurer war, sich aber für unsere engen Platzverhältnisse als beste Lösung entpuppte. Der Einbau ging dann ruck zuck und wir waren überrascht, wie wenig unsere Treppe dabei in Mitleidenschaft gezogen wurde. Unser neuer Lift kann sogar an drei verschiedenen Stellen geparkt werden, sodass er nicht unbedingt im Blickfeld ist, wenn wir das nicht möchten. Mittlerweile ist uns das jedoch gar nicht mehr so wichtig. Bisher war jeder Besucher genau so begeistert davon wie wir - die meisten wollen sogar selbst mal damit eine Runde drehen. Wir sind vollauf zufrieden und froh, dass wir uns für diese Lösung entschieden haben. So steht auch den nächsten Jahren in unserem Eigenheim nichts im Wege.
Gott sei Dank gehöre ich nicht zu den Patienten, die ständig auf einen Rollstuhl angewiesen sind, auch wenn sich das natürlich in den nächsten Jahren noch ändern kann. Im Großen und Ganzen komme ich noch gut zurecht, doch alltägliche Bewegungen fallen mir manchmal schwerer. Mir war klar, dass ein Wohnungsbau der einzige logische Schritt ist. Das bedeutete, dass wir Lösungen finden mussten, die mich dabei unterstützen, wenn meine Beine schwach werden, aber auch bei einem weiteren Krankheitsverlauf. Besonders betraf das die Treppe, die zum Schlaf- und Arbeitszimmer führt, weshalb wir uns für einen Treppenlift entschieden. Auch wenn die Entscheidung für dieses Hilfsmittel schnell getroffen war, blieb die Frage nach der Finanzierung, schließlich hatten wir uns eben erst unser Eigenheim gekauft und auf einmal zusätzliche Umbaukosten, die wir ursprünglich nicht einkalkuliert hatten. Hier war der Berater der Treppenliftfirma eine große Hilfe. Da ich über die Pflegestufe 1 verfüge, hat uns die Krankenkasse mit 2.500 Euro bezuschusst. Den Rest haben wir direkt über das Treppenliftunternehmen finanziert. Mittlerweile sind sechs Jahre vergangen und bin jeden Tag froh darüber, mich für den Treppenlift entschieden zu haben. Die meiste Zeit über bin ich zwar noch gut zu Fuß, aber bei einem akuten Schub kann das Treppensteigen nicht nur schwer sondern sogar unmöglich werden. Es erleichtert mir und meiner Frau das Leben enorm, da sie nicht ständig in meiner Nähe sein muss, um mir zu helfen.
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